Leuchtturm an einer atlantischen Steilküste — atlantische Küstenatmosphäre wie auf La Palma

La Palma — Isla Bonita für Wanderer und Sterngucker

UNESCO-Sternenhimmel-Reservat, Caldera de Taburiente, Cumbre-Vieja-Vulkan, deutlich feuchter als die Süd-Kanaren

Auf La Palma ist die Luft feuchter, die Bergkämme steiler, das Grün intensiver als auf Teneriffa oder Gran Canaria. Mit 43–70 mm Niederschlag pro Hauptsaison-Monat gehört die 706 km² kleine Insel zu den grünsten Kanaren. Die Caldera de Taburiente, eine der weltgrößten Erosions-Calderen, durchschneidet den Norden. Der aktive Cumbre-Vieja formt den Süden — seine letzte Eruption (September 2021) schuf 1.250 m neue Küstenlinie. Seit 2007 trägt La Palma das erste UNESCO-Sternenhimmel-Reservat der Welt; oben auf dem Roque de los Muchachos (2.396 m) betreibt das Instituto de Astrofísica de Canarias das 10,4-m-GTC, eines der größten Spiegelteleskope weltweit. Strandurlauber mit Pauschal-Erwartungen sind hier falsch — Wanderer und Sterngucker finden ihr Terrain.

Klimatabelle

Quelle: Open-Meteo · Referenzperiode 2016–2025 (10 Jahre, ERA5-Reanalyse)

Monat Min °C Max °C Regen mm Regentage Sonne h Wasser °C
Jan 15 21 43 8 9 21
Feb 15 21 44 7 10 21
Mär 15 22 51 9 11 20
Apr 16 23 67 9 12 21
Mai 17 24 29 6 12 21
Jun 19 26 34 6 13 23
Jul 21 29 1 0 13 24
Aug 22 30 4 1 12 24
Sep 21 28 31 5 11 25
Okt 20 27 43 8 10 24
Nov 18 24 70 11 9 23
Dez 16 22 49 10 9 22

Monatliche Mittelwerte, berechnet aus Tagesdaten der Periode 2016–2025 (10 Jahre, ERA5-Reanalyse).

Was sagt die Tabelle?

La Palma misst 21–30 °C tags, 15–22 °C nachts — milder als Gran Canaria im Sommer, aber mit deutlich mehr Regen: 43–70 mm pro Monat zwischen Oktober und April. Der November bringt 70 mm Niederschlag auf 11 Regentage. Juli und August fallen fast trocken aus (1–4 mm), dafür klettern die Tagestemperaturen auf 28–30 °C — für mehrstündige Bergtouren zu warm. Die Wassertemperatur erreicht 20–25 °C. Das Mikroklima beachten: Im Nordosten (Los Sauces, Barlovento) regnet es häufiger, im Südwesten (Fuencaliente, Los Llanos) bleibt es trockener.

Beste Reisezeit

Zwischen März und Juni sowie September und November treffen Wanderer auf die besten Bedingungen: 21–28 °C am Tag, selten Regen, 9–12 Sonnenstunden. Die Caldera de Taburiente lässt sich als Tagestour ab Los Brecitos begehen, der GR-130 umrundet die Insel auf 8 Etappen. Im Hochsommer jenseits von 28 °C verdunstet der Schweiß zu schnell — nur noch Frühaufsteher kommen auf Tourenlänge.

Hauptsaison

März, April, Mai, Juni, September, Oktober, November

Schultersaison

Dezember, Januar, Februar

Nicht empfohlen

Juli, August

Empfehlung nach Reiseart

Aktiv & Kultur

Die klassische Caldera-de-Taburiente-Tagestour startet am Mirador de los Brecitos und führt bergab durch die Schlucht zum Playa de Taburiente. Das neue Lavafeld (Eruption 2021) erschließt man am besten mit zugelassenen Guides ab Los Llanos oder Puerto Naos. Der GR-130 umrundet die gesamte Insel auf 8 Etappen. Mirador-Punkte wie der Roque de los Muchachos bieten Panoramablicke über die Caldera.

Beste Monate: März, April, Mai, September, Oktober, November

Badeurlaub

Strandurlauber finden an Puerto Naos (schwarzer Lava-Sand) und Los Cancajos (östliche Inselseite) die meisten Hotels. Wer Sandstrände gewohnt ist, sollte wissen: La Palmas Strände bestehen überwiegend aus dunklem Vulkangestein. Das Hotelangebot ist klein — Teneriffa-Süd oder Gran Canaria bieten mehr Pauschal-Volumen.

Beste Monate: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

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Benachbarte Inseln

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für La Palma?

März bis Juni und September bis November bringen die besten Wander-Bedingungen: 21–28 °C am Tag, wenig Regen, 9–12 Sonnenstunden. Februar bis April blühen endemische Kanaren-Mohnarten in den Höhenlagen. Dezember bis Februar eignen sich für Wintersonne (20–22 °C) mit gelegentlichem Regen (49–70 mm/Monat). Astronomie-Reisende buchen am besten Dezember bis April — klare Nächte, geringe Lichtverschmutzung.

Was unterscheidet La Palma von Teneriffa oder Gran Canaria?

La Palma misst nur 706 km² (Teneriffa: 2.034 km²) und fällt mit 2.426 m Höhenunterschied steiler ins Meer. Der Niederschlag liegt bei 43–70 mm/Monat in der Hauptsaison — Gran Canaria kommt auf 11–28 mm. Das Relief dominiert alles: Die Caldera de Taburiente im Norden, der aktive Cumbre Vieja im Süden. Strandurlauber mit Pauschal-Erwartungen wählen Teneriffa-Süd oder Gran Canaria. Für Bergpanorama, Sternenhimmel und feuchte Laurisilva-Wälder ist La Palma die richtige Insel.

Was ist das UNESCO-Sternenhimmel-Reservat?

2007 zeichnete die UNESCO La Palma als erstes Sternenhimmel-Reservat weltweit aus. Die Anerkennung verpflichtet die Inselgemeinde, nächtliche Lichtverschmutzung streng zu begrenzen. Das Roque-de-los-Muchachos-Observatorium nutzt diesen Schutz auf 2.396 m Höhe: Das Instituto de Astrofísica de Canarias betreibt dort das Gran Telescopio Canarias (GTC) mit 10,4 m Spiegeldurchmesser. Lokale Astrophysiker bieten geführte Sternabende für Touristen an.

Ist der Cumbre-Vieja-Vulkan noch aktiv?

Ja. Die Eruption vom September bis Dezember 2021 schuf an der Westküste etwa 1.250 m neue Küstenlinie. Seit Dezember 2021 ruht der Vulkan, das Pevolca-Überwachungssystem bleibt aktiv. Besucher können das Lavafeld mit zugelassenen Guides begehen — geführte Touren starten in Los Llanos de Aridane und Puerto Naos.

Wie komme ich nach La Palma?

Condor und Eurowings Discover fliegen saisonal ab Frankfurt und München direkt nach Santa Cruz de La Palma (SPC), Flugzeit rund 5 Stunden. Iberia verbindet Madrid mehrfach täglich mit der Insel. Alternativ nimmt man den Inlandsflug ab Teneriffa-Süd (TFS, 30 Minuten) oder die Naviera-Armas-Fähre ab Teneriffa-Nord (3 Stunden).

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